Pressemitteilung zum versuchten Naziaufmarsch am 10.05.2013

Pressemitteilung des Bündnisses „Kein Platz für Nazis“ aus Regensburg (KPfN) zum versuchten Naziaufmarsch am 10.05.2013

Am Freitag, den 10.05.2013 um 19 Uhr versuchten ca. 60 Angehörige des neonazistischen Freien Netzes Süd (FNS) in Regensburg einen Aufmarsch durchzuführen. Dass sie dies am 80 Jahrestag der Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten planten, macht diesen Versuch nur noch infamer.

Dass in dieser Pressemitteilung von „Versuch“ geschrieben werden kann ist den über 300 Regensburgern und Regensburgerinnen zu verdanken, die innerhalb einer Stunde nach Bekanntwerden des Aufmarsches zum Regensburger Bahnhof eilten und laut und deutlich den Nazis des FNS den Weg blockiert und sie damit aus der Stadt gewiesen haben. Zum dritten Mal in Folge wurde durch das Engagement zahlreicher Menschen ein Naziaufmarsch in der Stadt Regensburg verhindert.

Das Bündnis KPfN kritisiert in diesem Zusammenhang aber auch den Einsatz der Polizei. Obwohl ein Gutteil der anwesenden Nazis vorbestraft und als gewalttätig bekannt sind, obwohl diese mehrfach aggressiv die Polizeiabsperrung durchbrechen wollten und dies einmal auch schafften, obwohl dabei mehrere junge Gegendemonstranten mit Fäusten und Füßen traktiert wurden, obwohl also die heikle Situation zu erkennen gewesen wäre, schaffte es die Polizei nicht, die Rechten konsequent in Schach zu halten. Wir hielten es für angebracht, wenn die Polizei in Zukunft das Gewaltpotential der Rechten zur Kenntnis nehmen und entsprechend Kräfte einsetzen würde. Dass keiner der Schläger anschließend festgenommen wurde ist auch nur schwer zu erklären.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.